Rückenschmerzen werden meist zuerst mit dem Rücken selbst in Verbindung gebracht – mit der Wirbelsäule, den Bandscheiben oder der Rückenmuskulatur. Seltener wird dabei an den Beckenboden gedacht, obwohl er Teil desselben muskulären Systems ist.
Ein gemeinsames System: Beckenboden, Bauch- und Rückenmuskulatur
Beckenboden, tiefe Bauchmuskulatur, Zwerchfell und die tiefen Rückenmuskeln bilden gemeinsam eine Art muskulären Zylinder, der den Rumpf stabilisiert – oft als „innere Körpermitte" oder „Core" bezeichnet. Arbeitet dieses Zusammenspiel nicht rund, kann das die Stabilität der Lendenwirbelsäule beeinflussen.
Wann ein Blick auf den Beckenboden bei Rückenschmerzen sinnvoll ist
Nicht jeder Rückenschmerz hat mit dem Beckenboden zu tun. Ein genauerer Blick kann sich aber lohnen, wenn Rückenschmerzen zeitlich mit einer Schwangerschaft, Geburt oder Bauch-/Beckenoperation zusammenfallen, wenn zusätzlich eine Unsicherheit im Beckenboden besteht, oder wenn klassische Rückentherapie allein nicht den erhofften Effekt zeigt.
In der physiotherapeutischen Untersuchung wird der Rumpf deshalb oft als Ganzes betrachtet, statt sich isoliert auf die schmerzende Stelle zu konzentrieren.
Rückenschmerzen, die sich hartnäckig halten?
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