Ratgeber · Skoliose

Schroth-Therapie bei Skoliose: Was steckt dahinter?

Eine Skoliose ist eine dreidimensionale Verkrümmung der Wirbelsäule. Sie kann in der Wachstumsphase auftreten oder erst im Erwachsenenalter Beschwerden verursachen. Die Schroth-Therapie ist ein physiotherapeutisches Übungskonzept, das speziell für die Behandlung von Skoliosen entwickelt wurde.

Was macht die Schroth-Therapie besonders?

Anders als allgemeine Rückenübungen setzt die Schroth-Therapie gezielt an der individuellen Krümmung an: Über spezifische Atem- und Haltungsübungen wird versucht, die Wirbelsäule aktiv in eine günstigere Position zu bringen und diese Position im Alltag zu stabilisieren. Ein wichtiger Baustein ist die sogenannte „Drehwinkelatmung", bei der gezielt in die eingeengten Bereiche des Brustkorbs geatmet wird.

Die Übungen werden individuell auf das jeweilige Krümmungsmuster abgestimmt – es gibt kein Standardprogramm, das für alle Skoliosen gleich aussieht.

Für wen kann Schroth-Therapie sinnvoll sein?

Ob und in welchem Umfang Schroth-Therapie im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom Ausmaß und der Art der Skoliose ab und sollte ärztlich sowie physiotherapeutisch gemeinsam eingeordnet werden.

Wichtig zu wissen Eine Skoliose-Diagnose wird ärztlich gestellt, meist mittels Röntgenaufnahme. Physiotherapie kann die Behandlung sinnvoll begleiten, ersetzt aber nicht die fachärztliche Verlaufskontrolle.

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