Ratgeber · Schwindel

Lagerungsschwindel: Ursachen und was hilft

Zuerst das Wichtigste Dieser Artikel beschreibt eine bekannte, häufige Ursache von kurzem, lagerungsabhängigem Schwindel. Erstmaliger oder unklarer Schwindel sollte immer zuerst ärztlich abgeklärt werden.

Der gutartige paroxysmale Lagerungsschwindel – kurz Lagerungsschwindel – ist eine der häufigsten Schwindelformen überhaupt. Typisch ist ein kurzer, heftiger Drehschwindel, der durch bestimmte Kopfbewegungen ausgelöst wird, etwa beim Umdrehen im Bett, beim Hinlegen oder beim Kopf-in-den-Nacken-Legen.

Was passiert dabei im Innenohr?

Im Innenohr befinden sich winzige Kalziumkarbonat-Kristalle, die normalerweise an einer festen Stelle sitzen und bei Kopfbewegungen Informationen ans Gleichgewichtssystem liefern. Lösen sich einzelne Kristalle und gelangen in einen der Bogengänge, können sie dort bei bestimmten Bewegungen einen kurzen, aber intensiven Schwindel auslösen, der meist nach wenigen Sekunden bis einer Minute wieder abklingt.

Was in der Physiotherapie helfen kann

Nach ärztlicher Abklärung und Zuordnung des betroffenen Bogengangs kommen spezifische Lagerungsmanöver zum Einsatz – gezielte Abfolgen von Kopf- und Körperpositionen, mit denen die verirrten Kristalle wieder an ihren ursprünglichen Ort zurückgeführt werden sollen. Bei vielen Betroffenen bessert sich der Schwindel dadurch bereits nach wenigen Behandlungen deutlich.

Wichtig zu wissen Welches Manöver im Einzelfall passt, hängt vom betroffenen Bogengang ab und sollte nach einer entsprechenden Untersuchung gezielt ausgewählt werden – nicht als pauschale Selbstübung ohne Abklärung.

Wiederkehrender, bereits abgeklärter Lagerungsschwindel?

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