Manche Menschen bemerken, dass ihr Schwindel mit Nackenverspannungen oder Bewegungen der Halswirbelsäule zusammenhängt – etwa nach langem Sitzen am Schreibtisch oder nach einer Schleudertrauma-artigen Belastung. Man spricht dann von zervikogenem, also von der Halswirbelsäule ausgehendem Schwindel.
Wie hängt das zusammen?
Die Halswirbelsäule liefert dem Gehirn über Rezeptoren in Muskeln und Gelenken wichtige Informationen über die Kopfposition – Informationen, die eng mit denen des Innenohrs und der Augen zusammenspielen, um das Gleichgewicht zu koordinieren. Sind die Gelenke oder die Muskulatur der Halswirbelsäule gereizt oder eingeschränkt beweglich, kann das dieses fein abgestimmte Zusammenspiel stören und ein schwankendes, benommenes Schwindelgefühl auslösen – meist weniger drehend als beim Lagerungsschwindel, eher diffus und oft mit Nackenschmerzen verbunden.
Was physiotherapeutisch möglich ist
Nach ärztlicher Abklärung anderer Ursachen kann die Behandlung an der Halswirbelsäule selbst ansetzen: Mobilisation eingeschränkter Gelenke, Lockerung verspannter Muskulatur und gezieltes Training der Körperwahrnehmung (Propriozeption) im Kopf-Nacken-Bereich. Ziel ist, die gestörte Abstimmung zwischen Nacken, Augen und Gleichgewichtssystem wieder zu verbessern.
Schwindel im Zusammenhang mit Nackenbeschwerden, bereits ärztlich abgeklärt?
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